DEL-Finale: Berlin baut Serienführung aus
Adler Mannheim vor dem Aus: Eisbären Berlin schlagen eiskalt zu
Die Adler Mannheim haben das dritte Spiel der DEL-Finalserie gegen die Eisbären Berlin mit 1:5 verloren. Mannheim startete mit viel Tempo und ging früh durch Mark Michaelis in Führung (3. Minute), doch Berlin beantwortete den Rückstand mit fünf Treffern – drei davon durch Verteidiger Eric Mik (11., 28., 51.).
Mannheim nutzt den besseren Start nur kurz
Das Spiel war schon nach wenigen Sekunden von einer Schlüsselszene geprägt: Kai Wissmann checkte Maximilian Heim am Kopf. Heim musste benommen vom Eis geführt werden; gegen Wissmann wurde eine Spieldauerdisziplinarstrafe ausgesprochen, Mannheim erhielt eine fünfminütige Überzahl.
Die Adler wirkten in dieser Phase entschlossen und suchten schnell den Abschluss. Dennoch hatte Berlin in Unterzahl eine Großchance, als Liam Kirk frei vor Maximilian Franzreb auftauchte – der Mannheimer Torhüter parierte. Kurz darauf nutzte Mannheim die Druckphase zur Führung: Kristian Reichel bediente Mark Michaelis, der in der 3. Minute zum 1:0 traf. Es war die erste Mannheimer Führung in dieser Finalserie.
Mannheim blieb danach dran, ließ aber weitere Möglichkeiten liegen – unter anderem verpasste Matthias Plachta in Überzahl das 2:0. Berlin hielt das Spiel trotz Rückstands stabil und erhöhte Schritt für Schritt die Intensität im Forechecking. In der 11. Minute eroberte Eric Mik den Puck und traf zum 1:1 ins kurze Eck. Weil auch Chancen der Adler (unter anderem durch Lukas Kälble und Anthony Greco) ohne Ertrag blieben, ging es mit 1:1 in die erste Pause.
Berlin übernimmt im zweiten Drittel die Kontrolle
Nach dem ausgeglichenen ersten Drittel verlagerte sich das Spiel im Mittelabschnitt deutlich. Berlin hatte längere Puckbesitzphasen, ließ die Scheibe schnell laufen und band Mannheim wiederholt tief in der eigenen Zone. Der wachsende Druck zeigte sich auch im Detail: Der lange Wechselweg zur Bank erschwerte den Adlern die Entlastung zusätzlich.
Die Berliner Führung fiel in der 24. Minute: Liam Kirk schoss von der blauen Linie, Les Lancaster fälschte zum 1:2 ab. Mannheim suchte den schnellen Ausgleich, öffnete dabei aber Räume – und Berlin nutzte sie. In der 28. Minute stellte erneut Eric Mik nach einem Pass von Leo Pföderl auf 1:3.
Nach der Partie brachte Tom Kühnhackl den Knackpunkt aus Mannheimer Sicht auf den Punkt: „Das tut natürlich weh. Wir hatten heute gute Chancen, aber die Effizienz hat gefehlt. Und das haben die Eisbären natürlich eiskalt ausgenutzt.“ Genau dieses Missverhältnis zwischen Aufwand und Ertrag zog sich nach dem frühen 1:0 wie ein roter Faden durch den Abend.
Eric Mik entscheidet das Spiel – Berlin einen Sieg vor dem Titel
Im Schlussdrittel musste Mannheim mehr riskieren, kam aber nur selten zu klaren Abschlüssen. Mit zunehmender Spielzeit wirkten die Angriffe unpräziser, während Berlin seine Struktur hielt und weiter auf Fehler lauerte.
Die Entscheidung fiel in der 51. Minute: Yannick Veilleux fing einen Puck im Mannheimer Spielaufbau ab und leitete die Szene zum 1:4 ein. Über Jonas Müller kam die Scheibe zu Eric Mik, der seinen dritten Treffer des Abends erzielte. Nur 36 Sekunden später setzte Liam Kirk mit einem Konter den Schlusspunkt zum 1:5.
Mik sagte nach dem Spiel: „Die Jungs haben das super ausgespielt. Ich hatte viele gute Chancen, und dann hatte ich das Glück, dass drei gegangen sind.“ In der DEL-Statistik wird seine Leistung als besondere Marke geführt: Ein Verteidiger erzielte in einem DEL-Finale drei Treffer.
Für Mannheim ist die Ausgangslage nach dem 0:3 in der Serie klar: Am Donnerstagabend (19:30 Uhr) zählt nur ein Sieg, wenn die Adler das Finale noch einmal drehen wollen.

