Stücke für Werke in der Kunsthalle Mannheim: Wenn Kunst zu klingen beginnt

Event: Alexander Tillegreen – Stücke für Werke in Kunsthalle Mannheim, Friedrichsplatz 4, 68165 Mannheim on 7. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

7. Oktober 2026 10:00 Uhr

Veranstaltungsort

Kunsthalle Mannheim
Friedrichsplatz 4, 68165 Mannheim-Schwetzingerstadt, Deutschland

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16,00 €
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Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Wenn Kunst zu klingen beginnt: Alexander Tillegreen in der Kunsthalle Mannheim

Die Ausstellung Stücke für Werke verwandelt die Kunsthalle Mannheim in einen Resonanzraum für Sehen, Hören und räumliche Wahrnehmung. Der dänische Künstler und Komponist Alexander Brix Tillegreen entwickelt zehn ortssensitive Klangwerke, die in einen direkten Dialog mit ausgewählten Arbeiten der Museumssammlung treten. So entsteht ein Kunsterlebnis, in dem Malerei, Skulptur, Architektur und Musik neue Bedeutungsebenen eröffnen.

Eine Ausstellung zwischen Bild und Klang

Tillegreens künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Malerei, Druckgrafik, Skulptur, Video, Komposition und Soundinstallation. In Mannheim begegnen seine autonomen musikalischen Arbeiten unter anderem Werken von Auguste Rodin, Francis Bacon, Rosemarie Trockel, László Moholy-Nagy, Anna Mahler, Isa Genzken, Édouard Vuillard und Louise Nevelson.

Die Klanginstallationen treten nicht illustrativ neben die Kunstwerke, sondern erweitern deren Wahrnehmungsraum. Stimmen, Geräusche, Pausen und räumliche Akustik machen hörbar, wie sich Bedeutung durch Nähe, Bewegung und Aufmerksamkeit verändert. Die Werkbetrachtung erhält dadurch eine zeitliche Dimension: Das Publikum sieht nicht nur ein Bild oder eine Skulptur, sondern erlebt deren Umgebung als bewegliches Gefüge.

Alexander Brix Tillegreen: Kunst als ästhetische Forschung

Alexander Brix Tillegreen, geboren 1991 in Taarbæk, studierte an der Städelschule in Frankfurt am Main und an der Cooper Union in New York. Er lebt und arbeitet in Kopenhagen und Berlin. Seine Arbeiten untersuchen Wahrnehmung, Abstraktion, Sprache und verkörpertes Zuhören. Besonders interessiert ihn, wie Stimmen, psychoakustische Phänomene und sprachliche Erwartungen die Bildung von Sinn beeinflussen.

In seiner Kunstrichtung verbinden sich konzeptuelle Klangkunst, zeitgenössische Komposition und visuelle Abstraktion. Tillegreen behandelt die Stimme als Material, das Identität zugleich trägt und auflöst. Seine ortsspezifischen Arbeiten schaffen immersive Hörsituationen und fordern dazu auf, die Grenze zwischen dem Sichtbaren, dem Hörbaren und dem körperlich Erfahrenen neu zu prüfen.

Sammlung im Dialog mit zeitgenössischer Klangkunst

Für Stücke für Werke wählte Tillegreen Kunstwerke der Kunsthalle Mannheim als kompositorische Ausgangspunkte. Skulpturen, Arbeiten auf Papier und Gemälde werden dadurch nicht lediglich begleitet, sondern in ein sensibles Beziehungsgeflecht aus Raum, Material und Klang eingebunden. Die Kuratierung öffnet einen ungewöhnlichen Zugang zur Sammlung und macht vertraute Werke als akustische, atmosphärische und körperliche Erfahrungen neu erfahrbar.

Die Ausstellungsatmosphäre bleibt konzentriert und fein nuanciert. Leise Resonanzen, wechselnde Klangrichtungen und die Präsenz der Museumsarchitektur lenken die Aufmerksamkeit auf Details, die im gewöhnlichen Museumsbesuch leicht verborgen bleiben. Gerade in dieser Verbindung aus Stille und klanglicher Verdichtung liegt die besondere ästhetische Erfahrung der Ausstellung.

Kulturelle Bildung durch genaues Hören

Die Ausstellung eignet sich für alle, die zeitgenössische Kunst nicht nur betrachten, sondern als sinnliche und intellektuelle Erfahrung erleben möchten. Sie bietet Anknüpfungspunkte für Fragen der Kunstgeschichte, der Musik, der Wahrnehmungspsychologie und der kulturellen Bildung. Der Museumsbesuch wird zu einer Einladung, die eigene Aufmerksamkeit zu schärfen und den Zusammenhang von Bild, Klang, Bewegung und Erinnerung neu zu entdecken.

Tillegreens Arbeiten wurden bereits in internationalen Institutionen und Ausstellungen gezeigt, darunter das Museum Tinguely in Basel, das MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt, die Nikolaj Kunsthal in Kopenhagen und das CCA Glasgow. Seine Musik und Klangarbeiten waren außerdem bei Festivals wie CTM, Roskilde Festival, STRØM und den Nordic Music Days präsent.

Fazit: Ein Kunsterlebnis für Augen, Ohren und Erinnerung

Stücke für Werke erwartet Besucherinnen und Besucher als konzentrierte Begegnung mit Klangkunst, Sammlung und Architektur. Die Ausstellung erweitert die klassische Werkbetrachtung um das Hören und macht erfahrbar, wie sehr Wahrnehmung von Raum, Zeit und persönlicher Aufmerksamkeit abhängt. Wer die Kunsthalle Mannheim aus einer neuen Perspektive erleben möchte, findet hier eine außergewöhnliche ästhetische Erfahrung zwischen zeitgenössischer Komposition und kunsthistorischer Sammlung.

Offizielle Kanäle von Alexander Tillegreen:

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Quellen:

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