ZUsammenKUNFT DER SPEZIES im Mannheimer Kunstverein: Mensch und Tier neu sehen


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Hartmut Kiewert: Eine Zukunft, in der Menschen und Tiere einander begegnen
Im Mannheimer Kunstverein lädt Hartmut Kiewerts Ausstellung ZUsammenKUNFT DER SPEZIES zu einer konzentrierten Werkbetrachtung über das Verhältnis von Mensch und Tier ein. Die zeitgenössische figurative Malerei des Leipziger Künstlers entwickelt Bildwelten, in denen nichtmenschliche Tiere als eigenständige Individuen erscheinen und Menschen auf Augenhöhe begegnen.
Figurative Malerei als Gegenbild zur gewohnten Ordnung
Hartmut Kiewert studierte Malerei und Grafik an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und diplomierte 2010 mit Auszeichnung. Seit 2008 widmet er sich dem gesellschaftlichen Mensch-Tier-Verhältnis. Seine Malerei entwirft Gegenbilder zu Ausbeutung, Verdrängung und Objektifizierung: Schweine, Kühe und Hühner verlassen die industrielle Ordnung und erobern Parks, Straßen, Innenräume und urbane Landschaften.
Ruhige Bilder, weitreichende Fragen
Die Werke wirken klar gegliedert, ruhig und bewusst zurückgenommen. Eindeutige Erzählungen oder dramatische Zuspitzungen treten zugunsten einer offenen ästhetischen Erfahrung zurück. Gerade diese stille Ausstellungsatmosphäre fordert den Blick heraus. Farben, Formen, Körper und räumliche Beziehungen erscheinen als sorgfältig komponierte Elemente einer neuen sozialen Landschaft.
Kiewerts Bildsprache verbindet malerische Präzision mit ethischer Reflexion. Die Tiere sind keine Staffage und keine Symbole am Rand des Geschehens, sondern Handelnde und Subjekte ihres eigenen Lebens. Dadurch verschiebt sich die Perspektive der Betrachtenden: Nicht der Mensch bildet den selbstverständlichen Mittelpunkt, sondern eine vielstimmige Gemeinschaft verschiedener Spezies.
Kunsthistorische Einordnung und kulturelle Bildung
Die Ausstellung steht im Kontext einer zeitgenössischen Kunst, die ökologische Verantwortung, Tierethik und anthropozentrische Weltbilder kritisch untersucht. Kiewerts Arbeiten knüpfen an die Tradition der figurativen Malerei an, öffnen diese jedoch für Fragen der multispeziesellen Gesellschaft. Die Werkbetrachtung wird so zur kulturellen Bildung: Sie schärft die Wahrnehmung und regt dazu an, vertraute Vorstellungen von Natur, Zivilisation und Zusammenleben neu zu bewerten.
Auch Kiewerts Arbeitsweise folgt seiner inhaltlichen Haltung. Der Künstler lebt vegan und verwendet nach eigener Darstellung keine Materialien tierischen Ursprungs. Kunst und Lebenspraxis stehen dadurch in einem engen Zusammenhang.
Ein Kunsterlebnis mit gesellschaftlicher Resonanz
Seit Jahren wird Kiewerts Position in Einzel- und Gruppenausstellungen sichtbar, darunter Präsentationen in der Zitadelle Berlin, der Cubus Kunsthalle Duisburg, dem Kunstmuseum Heidenheim und dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Begleitend zur Mannheimer Ausstellung erscheint eine Publikation des Mannheimer Kunstvereins mit Beiträgen von Prof. Dr. Jessica Ullrich und einem Vorwort von Dr. Friedrich W. Kasten.
ZUsammenKUNFT DER SPEZIES erwartet Kunstinteressierte als sinnliche und zugleich erkenntnisreiche Begegnung mit zeitgenössischer Malerei. Wer die Beziehung zwischen Mensch und Tier aus einer neuen Perspektive betrachten, die Wirkung ruhiger Bildräume erleben und die eigene Wahrnehmung erweitern möchte, sollte diese Ausstellung live im Mannheimer Kunstverein besuchen.
Offizielle Kanäle von Hartmut Kiewert:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://hartmutkiewert.de/










