Versunkene Geschichte im Museum Weltkulturen: Archäologie am Rhein und Neckar erleben


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Versunkene Geschichte: Eine Zeitreise durch 6.000 Jahre Archäologie
Die Reiss-Engelhorn-Museen laden im Museum Weltkulturen zu einer eindrucksvollen Reise von der Steinzeit bis ins frühe Mittelalter ein. Die Ausstellung Versunkene Geschichte. Archäologie an Rhein und Neckar verbindet außergewöhnliche Originalfunde, aufwändige Inszenierungen und interaktive Mitmachstationen zu einem lebendigen Kunsterlebnis zwischen Forschung, Alltagsgeschichte und kultureller Bildung.
MenschenZeit: Der Aufbruch der frühen Menschen
Der Rundgang beginnt mit der Lebenswelt der frühen Menschen. Evolution, Eiszeit, Neandertaler und Homo sapiens werden anhand archäologischer Funde anschaulich erfahrbar. Ein besonderer Blick gilt dem vielleicht ältesten Bogen der Welt. Die Werkbetrachtung öffnet den Blick für Materialien, handwerkliche Fähigkeiten und Überlebensstrategien vergangener Gesellschaften.
Innovation Metall: Technik verändert die Gesellschaft
Im Themenbereich Innovation Metall steht die Entwicklung der Metallverarbeitung im Mittelpunkt. Kupfer, Bronze und Eisen veränderten über Jahrtausende hinweg Werkzeuge, Waffen, Schmuck und soziale Strukturen. Die Ausstellung macht sichtbar, wie technologische Neuerungen kulturelle Umbrüche auslösten und den Lebensraum an Rhein und Neckar prägten.
Ein Hauch von Rom: Antike am Rhein und Neckar
Grabsteine, Stelen und Zeugnisse der römischen Lebenswelt führen in die Provinz des Imperium Romanum. Die inszenierte Römerstraße vermittelt Raumwirkung und historische Atmosphäre, während die Exponate von Mobilität, Handel, Religion und Alltag erzählen. Archäologie erscheint hier als präzise Spurensuche, die aus Fragmenten ein vielschichtiges Bild der Vergangenheit entwickelt.
Wilde Völker: Das frühe Mittelalter
Exotische Handelsgüter und archäologische Funde erzählen von den Franken und den mobilen Gesellschaften des frühen Mittelalters. Der Ausstellungsteil zeigt, wie stark die Region weiterhin vom römischen Erbe geprägt war. Ästhetische Erfahrung und historische Analyse verbinden sich zu einer Ausstellungserzählung, die kulturelle Kontinuitäten ebenso sichtbar macht wie Wandel und Konflikt.
Archäologie zum Anfassen
Elf Taststationen laden dazu ein, das Fell von Steinzeittieren, einen Römerstein mit Götterdarstellungen, die Uniform eines römischen Legionärs oder mittelalterliche Frauenmode zu erkunden. Braille- und Profilschrift, Videos in Gebärdensprache mit Tonfassung und Untertiteln sowie ein Führungstext in Leichter Sprache erweitern den Zugang. Die Museums-App bietet zusätzliche Touren in Audiodeskription, Gebärdensprache und Leichter Sprache.
Kulturelle Bildung für Familien, Schulklassen und Gruppen
Führungen, Workshops und digitale Angebote vertiefen die Ausstellungsthemen. Schulklassen und Kita-Gruppen können unter anderem eine 60-minütige Führung oder eine Führung mit Workshop buchen. Dabei entstehen unmittelbare Zugänge zu Steinzeit, Metallzeiten, römischer Antike und Frühmittelalter. Die Ausstellung eignet sich damit für Familien, Bildungsgruppen und alle, die Archäologie als lebendige Wissenschaft entdecken möchten.
Fazit: Vergangenheit wird gegenwärtig
In Versunkene Geschichte begegnen Besucherinnen und Besucher nicht nur kostbaren Originalfunden, sondern auch den Fragen, die hinter jedem Objekt stehen: Wie lebten Menschen? Welche Innovationen veränderten ihre Welt? Welche Spuren hinterließen sie am Rhein und am Neckar? Die Ausstellung verbindet wissenschaftliche Expertise mit sinnlicher Ausstellungsatmosphäre und macht Geschichte unmittelbar erlebbar. Ein Besuch im Museum Weltkulturen bereichert die kulturelle Bildung und schafft eine nachhaltige ästhetische Erfahrung.
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