Reise zum Mond im OPAL: Große Abenteueroper trifft auf satirische Bühnenkunst


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Reise zum Mond: Eine Abenteueroper zwischen Größenwahn und Sternenstaub
Wenn der Krieg vorbei ist, beginnt für den Kanonenklub erst das nächste große Wagnis: Der Mond wird zum Ziel einer gigantischen Schussfahrt. Mit Reise zum Mond bringt das Nationaltheater Mannheim im OPAL eine bildgewaltige Uraufführung auf die Bühne, die Jules Vernes Weltraumfantasie mit musikalischer Satire und scharfem Blick auf menschlichen Fortschrittsglauben verbindet.
Ein Kanonenklub nimmt Kurs auf den Himmel
In Baltimore versammelt sich eine Gruppe kampfeslustiger Kriegsveteranen. Ihre Waffen ruhen, ihre Ambitionen nicht. Aus der Langeweile erwächst ein wahnwitziger Plan: Ein Geschoss soll mithilfe einer gigantischen Kanone bis zum Mond katapultiert werden. Während Zeitungen den kühnen Entwurf verbreiten, Experten über die technische Machbarkeit debattieren und in Florida die Abschussanlage entsteht, wird der Erdtrabant zur Projektionsfläche menschlicher Allmachtsfantasien.
Jules Verne als satirischer Spiegel
Die Oper greift Motive aus Jules Vernes Romanen Von der Erde zum Mond und Reise um den Mond auf. Alexander R. Schweiß und Jan Dvořák verdichten die Abenteuerliteratur zu einem eigenständigen Musiktheater, das Spektakel und Gesellschaftskritik miteinander verschränkt. Die Dramaturgie folgt dem Traum vom technischen Triumph und legt zugleich dessen absurde, gefährliche Seite offen.
Opulente Klänge und eine Regie voller Fantasie
Kompositorisch bewegt sich die Uraufführung zwischen Operette, moderner Oper, Musical und Jazz. Leitmotive und rezitativische Passagen verleihen der Musik eine erzählerische Sogwirkung, während temporeiche Klangfarben die fiebrige Energie des Kanonenklubs spiegeln. Die Inszenierung von Nigel Lowery setzt auf skurrile Figuren, starke Bilder und einen spielerischen Zugriff, der die Bühne in ein Labor der Fantasie verwandelt.
Ein Bühnenerlebnis für Jung und Alt
Die Theateratmosphäre des OPAL verbindet musikalische Wucht mit humorvoller Überzeichnung. Bühnenbild, Kostüme, Licht und Akustik lassen eine Welt entstehen, in der wissenschaftlicher Größenwahn, Abenteuerlust und die stille Perspektive des Mondes aufeinandertreffen. Das Ergebnis ist eine Abenteueroper mit gesellschaftlichem Nachhall und sinnlicher Bühnenkunst.
Am Freitag, 23. Oktober 2026, beginnt die Vorstellung um 19:00 Uhr. Eine Kurzeinführung findet bereits um 18:15 Uhr statt. Das Nationaltheater Mannheim beschreibt die Produktion als wild, temporeich und genreübergreifend; auch veröffentlichte Pressestimmen heben den musikalischen Erfindungsreichtum und die bildstarke Umsetzung hervor.
Fazit: Ein großer Sprung für die Bühnenfantasie
Reise zum Mond verspricht ein Bühnenerlebnis zwischen Abenteueroper, musikalischer Satire und kluger Fortschrittskritik. Wer Jules Verne, zeitgenössisches Musiktheater und opulente Inszenierungen liebt, erlebt im OPAL eine Reise, die weit über den Mond hinausweist. Sichern Sie sich Ihre Karten und erleben Sie, wie aus einer Kanone ein klingendes Theateruniversum wird.
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