Versunkene Geschichte im Museum Weltkulturen: Archäologie am Rhein und Neckar erleben


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Versunkene Geschichte: Eine archäologische Zeitreise durch die Region
Die Reiss-Engelhorn-Museen laden im Museum Weltkulturen D5 zu einem eindrucksvollen Kunsterlebnis zwischen Archäologie, Alltagsgeschichte und kultureller Bildung ein. Die Ausstellung Versunkene Geschichte. Archäologie an Rhein und Neckar führt von der Steinzeit über die Bronze- und Eisenzeit sowie die römische Antike bis ins frühe Mittelalter.
Originalfunde erzählen von den Menschen am Rhein und Neckar
Im Mittelpunkt stehen außergewöhnliche archäologische Originalfunde aus der Region. Sie geben Einblicke in Evolution, Jagen, Sammeln, Wohnen, Arbeit, Handel und gesellschaftlichen Wandel. Rekonstruktionen und aufwändige Inszenierungen machen vergangene Lebenswelten anschaulich und verbinden wissenschaftliche Forschung mit einer unmittelbar erfahrbaren Ausstellungsatmosphäre.
Von der Steinzeit zur Metallzeit
Der Rundgang beginnt im Bereich MenschenZeit. Naturalistische Rekonstruktionen, darunter ein Waldelefant, ein Felswand-Szenario und ein steinzeitliches Familientreffen von Neandertaler und modernem Menschen, eröffnen eine sinnliche Werkbetrachtung der frühen Menschheitsgeschichte. Der Bereich Innovation Metall zeigt, wie Bronze und Eisen Technik, Handel, Siedlungsformen und soziale Strukturen veränderten. Rekonstruktionen von Schmelz- und Rennfeueröfen veranschaulichen die Entwicklung der Metallverarbeitung.
Ein Hauch von Rom am Neckar
Die römische Antike erscheint als Epoche intensiver kultureller Begegnungen. Kelten, Germanen, Neckarsueben und römische Truppen prägten die Region. Grabsteine, Altäre und weitere Steindenkmäler führen in eine multikulturelle Gesellschaft des 1. bis 4. Jahrhunderts ein. Restaurierte Römersteine und archäologische Spuren machen sichtbar, wie sich römische Lebensformen am Rhein und Neckar verbreiteten.
Mitmachstationen und inklusive Vermittlung
Die Kuratierung setzt auf Interaktion: Taktile Stationen, Braille- und Profilschrift, Videos in Deutscher Gebärdensprache, ein Text-Guide in Leichter Sprache sowie ein inklusiver Audioguide eröffnen verschiedene Zugänge. Führungen und Workshops für Schulklassen, Familien und Inklusionsgruppen vertiefen die kulturelle Bildung. Digitale Angebote, Audio-Podcasts und Rätselmaterialien erweitern das Museumserlebnis über den Besuch hinaus.
Fazit: Archäologie als lebendige ästhetische Erfahrung
Besucherinnen und Besucher erwartet eine atmosphärische Verbindung aus wissenschaftlich fundierter Archäologie, sinnlicher Raumwirkung und interaktiver Vermittlung. Versunkene Geschichte macht sichtbar, wie eng individuelle Lebenswelten, technische Innovationen und kultureller Austausch miteinander verbunden sind. Wer die Vergangenheit nicht nur lesen, sondern in Formen, Materialien und Inszenierungen erleben möchte, sollte diese Ausstellung im Museum Weltkulturen live entdecken.
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