Hiram Kümper in Mannheim: Mythos 1776 zwischen Freiheit, Geschichte und politischer Gegenwart


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Mythos 1776: Amerikas Gründungsideale auf dem Prüfstand
Freiheit, Selbstbestimmung und der amerikanische Traum gehören zu den machtvollsten politischen Erzählungen der Gegenwart. In der Thalia-Buchhandlung Mannheim lädt die Reihe Thalia x FAZ – Zukunft gestalten zu einer analytischen Begegnung mit dem Historiker Hiram Kümper und dem Journalisten Alexander Armbruster ein.
Ein Abend zwischen Geschichte und Gegenwart
Im Mittelpunkt steht Kümpers Buch Mythos 1776. Der Historiker, Professor an der Universität Mannheim, rekonstruiert darin das Heldenepos der amerikanischen Gründerväter und fragt nach den blinden Flecken der Erzählung. Die Veranstaltung verbindet historische Einordnung, politische Analyse und literarisches Sachbuch zu einem prägnanten Gespräch über die USA.
Wessen Freiheit wurde 1776 gemeint?
Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung steht bis heute für universelle Rechte und politische Selbstbestimmung. Kümper richtet den Blick zugleich auf jene Menschen, deren Freiheit in der Gründungsgeschichte systematisch begrenzt blieb: auf Millionen versklavter Schwarzer, indigene Völker und weitere Gruppen, deren Arbeit und Lebensleistung den Aufstieg der Vereinigten Staaten mitprägten.
Historische Narrative im politischen Diskurs
Besonders aktuell wird der Abend durch die Frage, wie historische Mythen in der politischen Gegenwart verwendet werden. Seit Donald Trumps erneutem Amtsantritt berufen sich Politiker und Medien verstärkt auf die Gründungsideale der USA. Die Lesung und Gesprächsveranstaltung untersucht, welche Bilder von Nation, Freiheit und Fortschritt hinter diesen Verweisen stehen.
Eine Autor-Begegnung mit wissenschaftlicher Präzision
Hiram Kümper verbindet akademische Expertise mit einer zugänglichen Erzählweise. Als Professor für Geschichte des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit an der Universität Mannheim arbeitet er zu Wirtschafts-, Rechts- und Regionalgeschichte. Für seine wissenschaftliche Arbeit und seine akademische Lehre wurde er unter anderem mit dem Lehrpreis der Universität Mannheim ausgezeichnet.
Moderiert wird der Abend von Alexander Armbruster, verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sein journalistischer Blick öffnet den historischen Stoff für den aktuellen kulturellen und politischen Diskurs.
Fazit: Ein literarisches Erlebnis für historisch interessierte Leser
Das Gespräch über Mythos 1776 verspricht eine konzentrierte Lesungs-Atmosphäre, präzise Argumente und neue Perspektiven auf die amerikanische Geschichte. Wer politische Narrative, historische Verantwortung und die Sprachkunst des erzählenden Sachbuchs live erleben möchte, findet in Mannheim einen anregenden Abend zwischen Buchhandlung, Universität und Feuilleton.
Offizielle Kanäle von Hiram Kümper:
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